2009-02-22

Erste Eindrücke von einem "Open Source"-Handy

Ich habe in diesem Weblog ja schon den einen oder anderen Eintrag zur Handy-Plattform Android veröffentlicht. Bisher habe ich mich stets auf die frei zugängliche Entwicklungsumgebung und dem darin enthaltenen Emulator bezogen. Seit gestern halte ich nun echte Hardware in Händen, in Gestalt des seit Anfang Februar erhältlichen G1.
Für das iPhone hat Apple ja ein sorgsam behütetes und gehegtes Ökosystem geschaffen, mit - zumindest unter Mac OS X - exzellenter Anbindung an den Desktop (bei Einsatz der Standardanwendungen Adressbuch und iCal), Cloud-Integration mittels MobileMe und unzähligen Anwendungen im hauseigenen AppStore. Windows Mobile hat ähnliches zu bieten, die Kommunikation mit dem Desktop läuft - zumindest unter Windows - ebenfalls reibungslos. Ein Zeitpunkt für die Integration in die Cloud freilich steht (Sie gestatten das Wortspiel) indes in den Wolken, noch ist der entsprechende Dienst nicht für jedermann zugänglich. Android hat es derzeit schwer, da mitzuhalten. Ein Hauptgrund ist die bestenfalls rudimentäre Anbindung an gängige Desktop-PIMs. Durchgängige "Two-Way-Sync"-Lösungen sind beispielsweise nur von unabhängigen Entwicklern bzw. Firmen zu haben. Hier wird Google noch viel investieren müssen. Natürlich bedeutet dies nicht, dass das G1 damit automatisch zu einer schlechten Wahl wird. Es heisst nur, dass man sich vollständig auf Googles Anwendungen einlassen muss. Ich habe beispielsweise alle Kontakte und Kalendereinträge in die entsprechenden Weblösungen importiert. Ab diesem Zeitpunkt läuft alles wie am Schnürchen. Und dann macht die Arbeit mit dem Telefon auch Riesen-Spass. Im übrigen trifft das "sich auf Vorhandenes einlassen müssen" ja auch auf die anderen Plattformen zu. Und was den AppStore betrifft: sicher ist Apple meilenweit voraus, aber Android hat wesentlich mehr zu bieten als Windows Mobile.
In der nächsten Zeit werden Sie sicher noch den einen oder anderen Eintrag zu diesem Thema lesen können, und irgendwann werde ich sicher auch eine Anwendung ankündigen.

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