2009-05-21

Ein Laden für Java-Anwendungen?

Es scheint schon fast selbstverständlich, dass einige Kommentatoren die Ankündigung eines Ladens für Java-Anwendungen durch Jonathan Schwartz als bloße Kopie von Apples virtuellen Läden abstempeln. Aber ist dem wirklich so?
Freilich bleibt abzuwarten, was die Java-Erfinder in wenigen Tagen tatsächlich der Öffentlichkeit präsentieren werden. Dennoch: wenn die Zahlen, die genannt werden, tatsächlich realistisch sind (und es gibt keinen Grund, das zu bezwiefeln) ergäbe sich ein riesiges Potential - ein solcher Laden würde eine Zielgruppe erschließen, die weit größer ist als die, die Apple derzeit beispielsweise mit dem iPhone-AppStore anspricht. Schließlich geht es nicht nur um einen Gerätetyp oder eine Geräteklasse, sondern um alles, was Java an Bord hat.
Ein paar Fragen bleiben aber zunächst offen:
  1. Auf welchen Plattformen steht der Laden zur Verfügung?
  2. Welche Anwendungen oder Anwendungstypen sind für Nutzer so interessant, dass die sich tatsächlich für den Laden interessieren?
  3. Wie kommt der Laden zum Kunden?
  4. Sind die Kosten für Entwickler bzw. Anbieter akzeptabel?
Sun muss es vor allem aber gelingen, den Shop so zu gestalten, dass er optisch und technisch mit ähnlichen Angeboten konkurrieren kann. Anders formuliert: er muss letztlich so hipp aussehen wie iTunes. Ganz klar wurde mit JavaFX eine Technologie für RIAs geschaffen, insofern wird wohl auch der Laden auf JavaFX basieren.
Spannend wird aber vor allem sein, welche Angebote wir in dem Laden finden werden...

1 comment:

  1. ars technica nimmt zu Suns Plänen Stellung und zieht ähnliche Schlüsse wie ich...

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