2009-05-30

Gestaltung für Smartphones und den Desktop (4)

In dieser Folge werfen wir einen Blick auf zwei ungewöhnliche oder experimentelle Kalenderanzeigen. Es geht also nicht in erster Linie um “Datepicker”, sondern ganz allgemein um Datumsein- und –ausgaben.
Die (leider schon sehr lange nicht mehr aktualisierten) Seiten User Interface Design Patterns von Sari A. Laakso stellen unter anderem den Calendar Strip vor.
Calendar Strip von Sari A. Laakso
Im Gegensatz zu den üblichen Kalendern, in denen aufeinander folgende Monate als abgesetzte Blöcke erkennbar sind, “kleben” sie im Kalenderstreifen aneinander. Die Zeit wird, vergeben Sie mir meinen pathetischen Ton, als Kontinuum greifbar. Allerdings ist der Streifen vergleichsweise ausladend. Auch bin ich nicht sicher, ob man sich nicht zu leicht im Wust der Zahlen verliert. Wie der Screenshot zeigt, gibt es aber Monatsabgrenzungen, die beim Lesen unterstützen.
Fibonacci Calendar UI ist ein weiterer Vorschlag für eine Kalenderansicht. Die ihr zugrunde liegende Idee ist, Informationen zu vier Tagen anzuzeigen. Der aktuelle Tag nimmt den größten Raum ein, jeder darauf folgende Tag erhält etwas weniger Platz.
Fibonacci Calendar UI
Auch diese Kalenderansicht braucht relativ viel Platz.Sie stellt den aktuellen Tag in den Mittelpunkt, erlaubt aber dennoch einen Blick in die nähere Zukunft.
Dieser Post hat uns ziemlich weit weg von mobilen Geräten geführt. Wir werden aber sehr schnell den weg zurück finden. :-) Bleiben Sie also dran. Zum Schluss noch ein Link: Im Calendar and Date Picker Design Showcase stellt Webentwickler Christian Watson eine ganzer Reihe Web-basierter Kalender vor. Die Sammlung ist in jedem Fall einen Blick wert.

2 comments:

  1. Ich hoffe nicht vorzugreifen. Eine ebenfalls sehr interessante Variante: http://quince.infragistics.com/Patterns/Date%20Picker.html

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  2. Vielen Dank für den Link. Ich hätte tatsächlich in einer der nächsten Folgen auf den UX Pattern Explorer (Quince) verwiesen, nicht nur, weil die Site eine ganze Reihe wichtiger Muster zeigt, sondern auch, weil sie recht ansprechend gemacht ist.

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