2010-08-08

Hands on - iPad

Dieses Weblog dreht sich vor allem um Java und Android. Gelegentlich müssen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, aber auch mit Posts zu anderen mobilen Geräten rechnen. Heute ist so ein Tag. :-)

Dieser Beitrag handelt nämlich von meinem neuesten Gadget, ein iPad 32 GB, nur W-LAN. Meine Freunde und Kollegen wissen, dass ich so einen Kauf nie kategorisch ausgeschlossen habe, insofern sollte der Schock nicht allzu groß ausfallen. :-) Die Frage, warum man sich als Android-Freak ein iPad holt, nagt vielleicht aber doch. Dabei ist die Antwort hierauf vergleichsweise einfach. Nichts ist hinderlicher für gute Arbeit als Scheuklappen. Um die Konzepte der "eigenen" Plattform wirklich zu verstehen, muss man auch andere kennen. Und - Apple liefert in vielen Punkten verdammt überzeugende Konzepte.

So, das obligatorische Unboxing wurde unzählige Male dokumentiert, so dass dieser Post gerne darauf verzichten kann. Ich möchte mich vielmehr darauf konzentrieren, Ihnen die ersten Eindrücke zu vermitteln. Die Apple-typisch sehr schöne Verpackung enthält nur ganz wenige Teile - das iPad, ein USB-Kabel, ein Netzteil und ein kleines Mäppchen mit Apple-Stickern und gaaaaaaanz wenig Dokumentation. Nach dem Anschließen an den Rechner möchte das Gerät aktiviert und registriert werden, wobei die Registrierung mit einem "unbekannten Fehler" scheiterte. ...naja, dann eben keine Werbe-Mails... Nach dem fast schon obligatorischen Firmware-Update hat mein Mac meine iTunes-Bibliothek auf das iPad geschaufelt.

Da ich bisher kein iOS-Gerät benutzt habe, war das Entdecken des Systems richtig aufregend und spannend. Es macht Spass, sozusagen einen Deckel aufzumachen, um zu sehen, was sich in einer Kiste befindet. Das Einstellen des iPads, das Anpassen an die eigenen Bedürfnisse, das Konfigurieren von Browser und E-Mail-Client gehen Apple-typisch flott und elegant von statten. Nach wenigen Minuten bin ich mit dem heimischen Funknetz verbunden und lese die Nachrichten meines Google Mail-Kontos. Auch der Erstkontakt mit den mobilen Versionen der Apple-Software (iTunes, App-Store, ...) verläuft freundlich. Und dann die ersten Apps - Google Earth, Kindle for iPad, ein Autorennen, das Wort-Knobelspiel Bookworm - was ich dem iPad auch vorsetze, es geht souverän damit um. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist hoch, das System antwortet prompt, Animationen sind praktisch immer butterweich.

Die Handhabung... Flach auf den Tisch legen macht definitiv keinen Spaß, ein Dock oder ein Ständer stand noch nicht zur Verfügung. Also musste ich das gute Stück in der Hand halten. Das fühlt sich an sich ganz gut an, das Gewicht des Geräts zieht aber nach einer geraumen Zeit doch merklich "nach unten". Die Konsequenz ist, dass man regelmäßig die Haltung wechselt, mal hat man das iPad in der linken, dann wieder in der rechten Hand. Tolles Display hin oder her, auf diese Weise ein Buch lesen möchte ich definitiv nicht. Da ist mir mein - sorry Apple - Kindle merklich lieber.

Ich habe mir das iPad als komfortables Surfbrett für zuhause geholt. Hier macht es einen exzellenten Job. Auch als "Monster iPod" hat es ohne Frage Klasse, aber fürs Video Gucken muss in jedem Fall ein Dock her. Ist das iPad ein Gerät für draußen? Ganz ehrlich, ich würde es nicht ständig mit mir herum tragen wollen.

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