2011-09-06

Heiter bis wolkig

Irgendwann im September oder Oktober wird Apple das iPhone 5 vorstellen. Dabei geht es nur vordergründig um Hardware oder iOS 5. Das eigentlich Neue ist iCloud.Nicht, weil es so etwas vorher noch nie gegeben hat. Die Speicherung von Daten in den nicht greifbaren Weiten des Internets ist streng genommen ein alter Hut. Nein, Apple wird das zugrunde liegende Konzept massentauglich machen. Das von Vielen misstrauisch beäugte iTunes Match wird das Vehikel des Erfolgs werden. Lassen Sie mich das erklären.
Synchronisierung von E-Mails, Kalendern und Kontakten über das Netz gibt es schon lange. Und wie gut so etwas funktionieren, hätte uns webOS eindrucksvoll belegen können, wenn dieses exzellente System nicht in den Nebeln der Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre. Auch Google war hier auf einem guten Weg – und hat mit Cloud to Device Messaging seinem Android ein mächtiges Instrument an die Hand gegeben. Allerdings – die Killeranwendung fehlt bislang. Dass man aus Chrome Bookmarks an sein handy schicken kann, ist ja “nett”. Aber irgendwie zu geeky. Apple auf der anderen Seite schien mit der Synchronisierung seines iPhones, iPods und iPads über den iTunes-Desktop-Client in der Vergangenheit zu kleben. Nun, mit einem satten Rumms sind sie plötzlich in der Cloud – und weit vor Google. Ich denke, in Zukunft treten Hardware und Betriebssystem im Mobilbereich in den Hintergrund. Was hier zählen wird, ist eine nahtlose, umfassende Erfahrung. Hier wird Apple im Herbst vorpreschen. Würden sie dann noch sagen, sie hätten die Verteilung von Musik revolutioniert, wäre das sogar die Wahrheit. Denn es spielt keine Rolle, ob Google oder Amazon an ähnlichen Produkten arbeiten. Die Nase vorn haben wird, wer das als erstes zum Mainstream macht.

No comments:

Post a Comment