2011-11-23

Ultimate Swing, Teil 1

Gehen Ihnen die unzähligen Ankündigungen und “Leaks” rund um Android auch irgendwie auf den Wecker? Ich bin ja nun wirklich ein Fan von schönen neuen Dingen, aber zur Zeit habe ich irgendwie das Gefühl, diese Flut ersäuft alles. Deshalb habe ich beschlossen, in nächster Zeit etwas öfter andere Sachen einzustreuen. Zum Beispiel, wie man richtig Software baut. Da trifft es sich gut, dass ich in meinem iX-Artikel Der letzte Tanz Swing quasi in Ruhestand geschickt habe. Genau der richtige Zeitpunkt also, eine App …pardon… Anwendung mit eben dieser Klassenbibliothek zu entwickeln.
Smiley

Mein Ziel ist, ein cooles, zeitgemäßes und grafisch opulentes Programm zu coden, das ohne zusätzliche Frameworks und Bibliotheken auskommt. Swing pur. Ich werde Ihnen zeigen, wie man Swing richtig benutzt. Und wie man seine Anwendung vernünftig schichtet. Falls Sie sich nun fragen, warum jetzt – ich hab Lust dazu. Mein Ziel ist, am Ende alles in einem (letzten?) Buch über Swing zusammenzufassen.

Los geht’s…

Notes and Tasks – Notizen und Aufgaben
Das Programm, das ich im Rahmen dieser losen Serie entwickeln werde, ist eine Cloud-basierte Aufgaben- und Notizverwaltung – das “Backend” ist ein Google-Konto. Aber dazu später mehr. Zunächst – als eine Art Appetithappen – ein Scribble des Anwendungshauptfensters.

Scribble des Anwendungshauptfensters
Scribble des Anwendungshauptfensters

Langweilig? Klar. Ich werde mich jedem Themenkomplex iterativ nähern, das bedeutet, ich werde Ihnen nie eine fertige Version “vorsetzten”, sondern jeweils von einer Basisversion ausgehen und diese sukzessive verbessern und erweitern.

Das Anwendungshauptfenster besteht in seiner ersten Fassung aus zwei Teilen: a) einem Schnelleingabebereich für Aufgaben und Notizen, sowie b) einem Bereich mit zwei Registerkarten (Aufgaben und Notizen). Viel später werden wir das Aussehen der Anwendung so umgestalten, dass die Metapher der Registerkarten stark in den Hintergrund tritt. Aber JTabbedPane ist so angenehm einsetzbar, dass es eine Schande wäre, nicht darauf zu setzen.Die Idee des Schnelleingabebereichs ist, jederzeit etwas erfassen zu können. Einfach drauf los tippen und mit Enter oder Anklicken einer Schaltfläche abschließen. Ob der eingetippte Text zu einer Aufgabe oder aber einer Notiz wird, hängt davon ab, welche Registerkarte aktiv ist. Das mag auf den ersten Blick nicht intuitiv erscheinen. Aber ein Hinweis im leeren Eingabefeld wird dem Anwender einen entsprechenden Fingerzeig geben.

3 comments:

  1. Interessant! Endlich mal jemand der auch "neben" den Hype blickt.

    Ich bin schon auf die kommenden Teile des Tutorials gespannt.

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  2. Da bin ich ja mal neugierig, welche Konzepte Du präferierst. Gerade weil Swing vieles offen lässt, ist da eine menge Spielraum für verschiedene Ansätze.

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  3. Cool, schon die Ankündigung klingt vielversprechend - ich freu mich schon auf die weiteren Teile. Danke für deine Bereitschaft, das direkt ins Netz zu setzen und uns mitleben zu lassen, und viel Glück und Erfolg und viel Zeit für dein Vorhaben :)

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