2014-02-09

Evolution der Runtimes

Android hat seit jeher Dalvik an Bord. Diese virtuelle Maschine ist Register-basiert und war von Anfang an für (ressourcenärmere) mobile Geräte gedacht. In Android 2.2 hat Google ihr einen Just in time-Compiler zu Seite gestellt. Mit Android 4.4 kündigt sich nun eine neue Ablaufumgebung für Android-Apps an. ART (Android Run Time) muss derzeit in den Entwicklereinstellungen des Geräts aktiviert werden. Es wird vermutet, dass mit der nächsten größeren Android-Version Prime Time ist. Die Kernidee: Apps nicht zur Laufzeit in nativen Code zu übersetzen, sondern schon vorher. Vorher bedeutet hierbei während der Installation. In unzähligen Artikeln und Posts wird nun immer wieder darauf verwiesen, dass ART Android endlich zu DER maximalen Performance verhelfen werde. Lustig finde ich hierbei die geäußerte Enttäuschung darüber, dass das aktuell noch gar nicht so deutlich zu sehen ist. Kann es denn? Ohne Frage ist die Idee der vollständigen Vorabübersetzung sehr gut. Auch Microsoft geht diesen Weg, wenngleich Redmond die Apps vor der Auslieferung an das Smartphone in der Cloud übersetzt. Aber die ahead-of-time-Übersetzung der App ist doch nur ein (wenn auch wichtiger) Teilaspekt. Es darf nicht übersehen werden, dass Java- und Android-Apps auf Konzepte zurückgreifen, die sich eben nicht einfach in Maschinensprache übersetzen lassen, wie das Erzeugen und Freigeben von Objekten, das Verwalten und Aufräumen des Heaps... Das Wort Runtime macht eigentlich recht deutlich, dass die App weiterhin in einem Container ausgeführt wird.

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