2015-04-18

Android-Apps im Browser

Auf der Google IO 2014 wurde ein Proof of Concept gezeigt, der einige Android-Apps unter Chrome OS lauffähig machte. Im September desselben Jahres folgte dann eine erste Beta-Version der App Runtime for Chrome. Die Software basiert auf Googles Sandbox-Lösung Native Client. Seit einiger Zeit kann über den Chrome Web Store die Beta-Version einer App namens ARC Welder geladen werden. Das englische Verb to weld bedeutet schweißen – passend dazu zeigt das Programmsymbol den kleinen grünen Roboter mit Schutzbrille. Das Tool integriert eine .apk-Datei in die Laufzeitumgebung. Wie man hierzu vorgeht, ist auf den Chrome-Entwicklerseiten beschrieben. Als Appetithappen ein paar Screenshots:

ARC Welder Setup (1)
ARC Welder Setup (1)

ARC Welder Setup (2)
ARC Welder Setup (2)

ARC Welder Setup (3)
ARC Welder Setup (3)

Meine App TKWeek im Browser
Meine App TKWeek im Browser

Was Google mit ARC noch vorhat, ist nicht ganz klar. Tatsache ist, dass Besitzern von Chromebooks auf einen Schlag eine Unmenge an Programmen zur Verfügung stehen würde, wenn sie Apps direkt aus dem Play Store herunterladen könnten. Das Gleiche gilt für Windows-, Linux- und Mac OS X-Anwendern, die Chrome als Browser nutzen. Das Bundlen einiger weniger, vorausgewählter Apps würde doch den ganzen Aufwand kaum rechtfertigen, oder? Derzeit müssen .apk-Dateien einzeln installiert werden. Um ein Programm in die Laufzeitumgebung zu übernehmen, muss also das Installationsarchiv vorliegen. Dies wird Google dem klassischen Endanwender nicht zumuten wollen.

Note to myself: Ich muss bei Gelegenheit mal herausfinden, ob sich ARC-Apps kennen, oder jeweils in ihrer eigenen Welt leben.

Die Ausführungsgeschwindigkeit von TKWeek war auf meinem Surface 3 Pro übrigens recht gut. Dass ARC noch mit Stabilitätsproblemen kämpft, ist angesichts des Beta-Status völlig ok. Wie auch der Android-Emulator kämpft ARC derzeit mit der Hardwareanbindung: es stehen nur sehr wenige Sensoren zur Verfügung.

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